Aktuelles zum Corona-Virus

Eichenprozessionsspinner im Gemeindegebiet

Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Schon mehrere Bäume im Gemeindegebiet sind bereits befallen. 
Gemeindeverwaltung bittet, befallene Bäume unter Tel. (08441) 80 64-0 zu melden. Die entsprechenden Maßnahmen bzw. Kontaktaufnahme werden dann eingeleitet.

 

Eichenprozessionsspinner 2

 

Wichtiges für Sie, was Sie über den Eichenprozessionsspinner wissen müssen:


Wie der Name sagt, finden sich die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners hauptsächlich an Eichen. Befallen werden vor allem einzeln stehende Bäume oder solche am Waldrand (besonders an der wärmebegünstigten Südseite). Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang und haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. Im Laufe ihrer Entwicklung bilden sich bei den Larven Brennhaare mit Widerhaken, die ein Nesselgift, das Thaumetopoein, enthalten, die beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen.

Die Brennhaare der Raupe brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen. Die alten Larvenhäute bleiben nach der Häutung in den „Nestern“, deshalb ist die Konzentration an Brennhaaren oft sehr hoch. Alte Gespinstnester, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, sind eine anhaltende Gefahrenquelle. Die Raupenhaare sind lange haltbar und reichern sich über mehrere Jahre in der Umgebung an, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs (Gräser, Sträucher).

 

Eichenprozessionsspinner 4


Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Die Raupendermatitis kann sich in drei verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern zeigen:


Kontakt-Urtikaria (Quaddeln)
toxische irritative (Reiz auslösende) Dermatitis (Hautentzündung)
anhaltende Papeln (Knötchen), die an Insektenstichreaktionen erinnern.


Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an.

 

Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Hier wären Kortisonsprays und Sprays mit Bronchien-erweiternden Mitteln erforderlich. Selten ist eine stationäre Behandlung mit Infusion von Kortison oder Theophyllin notwendig. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. Selten sind allergische Schockreaktionen.


Vorsichtsmaßnahmen
Grundsätzlich die Befallsgebiete meiden
Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme, Beine) schützen
Raupen und Gespinste nicht berühren
Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren
Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen.

 

Eichenprozessionsspinner 3

drucken nach oben