Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses in Euernbach am 22. Mai 2022

DGH Foto Aussen Fest

Ein strahlender Sonnenschein hat den Festtag der Dorfheim-Einweihung in Euernbach den ganzen Sonntag über begleitet. So gab es auch strahlende Mienen bei allen Beteiligten, die nach einem von Pfarrer Peter Stempfle zelebrierten, würdevollen Festgottesdienst mit Segnung der Räumlichkeiten den Innenhof mit einer „Einweihung“ in Form eines Biergartens unterzogen. Vorher aber sprach Stempfle, in Zusammenhang mit dem Dorfheim, von einer gesellschaftlichen Entwicklung, die dem „Ich“ immer mehr Bedeutung zumisst und dem „Wir“ immer mehr Platz wegnimmt, mit Folgen für die Gemeinschaft, das Soziale und das gesellschaftliche Miteinander. Hier habe man „einen Ort geschaffen, in dem die Dorfgemeinschaft zusammenkommen und das Leben miteinander teilen kann“.

Scheyerns Bürgermeister Manfred Sterz (FW) erinnerte in seiner Ansprache an die Entwicklung des Dorfheim-Projektes, das mit dem ersten Spatenstich im September 2019 konkrete Formen annahm. Bereits im Jahr 2012 war in Zusammenhang mit der Schließung der Dorfwirtschaft „Zur Post“ nach mehr als 100 Jahren der Gedanke an ein Dorfheim aufgekommen (PK berichtete). Im Februar 2016 wurde der „Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft Euernbach“ gegründet, im September 2018 erhielt Sterz den vom LRA genehmigten Bauantrag, im April 2020 war der Bau fertiggestellt, dann kam die Pandemie.

Jetzt sei das Haus unter der Leitung von Brigitte Ostermeier in „regem Betrieb“, so Sterz. Das neue Dorfgemeinschaftshaus sei „ein großer Wurf, ein Schmuckstück in der Ortmitte“, betonte der Stellvertretende Landrat Karl Huber (Bürgerliste) in seiner Ansprache und „es bildet einen echten Mehrwert für die ganze Dorfgemeinschaft“. Das sei „ein mutiger Schritt gewesen“, der unter Ausnützung von Fördermitteln im Rahmen der ländlichen Entwicklung und der Dorferneuerung möglich wurde.

Georg Littel, Ex-Gemeinderat und nach Georg Weinbauer der nachfolgende zweite Sprecher des Arbeitskreises Dorfheim, erinnerte an die Anfänge im Jahr 2012, als das Thema im Gemeinderat erstmals behandelt wurde und sich später der Arbeitskreis gründete, der die Grundlagen für die nachfolgende Entwicklung bildete. Littels Dank galt allen Vereinen, Institutionen und überhaupt allen Beteiligten, die zum Entstehen des Bürgerheims beigetragen haben.

Es seien die Gemeinde, der Schützenverein, die Feuerwehr, die Dorfgemeinschaft, die Veteranen, der Krieger- und Soldatenverein oder auch Gruppierungen wie „Mutter-Kind“ bis hin zum Stammtisch, die sich im Dorfheim zuhause fühlen, hatte Gemeindechef Sterz in seiner Ansprache aufgezählt. Das hörte die lokale Prominenz gerne, darunter Bürgermeister Martin Seitz (CSU) aus Gerolsbach, Gau-Schützenmeister Andreas Elbl, FFW-Kommandant Thomas Halmich, Scheyerns Zweite Bürgermeisterin Alice Köstler-Hösl (BB) und etliche Gemeinderäte. Als kleines Dankeschön überreichte Sterz einen gerahmten Kupferstich mit dem historischen Schloss Euernbach an Brigitte Ostermeier als Ersten Vorstand des Dorfvereins sowie an Georg Weinbauer und Georg Littel als Sprecher des Arbeitskreises.

Anlässlich des „Tags der offenen Tür“ am Nachmittag besichtigten etliche Bürger das Dorfheim, testeten ihre Treffsicherheit am Schießstand der Schlossschützen, interessierten sich für das Feuerwehrauto und genehmigten sich Kaffee und Kuchen oder eine deftige Brotzeit im Biergarten.  

 

Der Neubau

Exakt an der Stelle der ehemaligen Gastwirtschaft „Zur Post“ ist das neue Dorfheim im historischen Dorfgrundriss entstanden. In Verbindung mit einem Nebengebäude für die FFW entstand eine Art „Dreiseithof“, die Verbindung der beiden Gebäudeteile bildet ein überdachter Freisitz, davor entstand ein Innenhof zur vielfältigen Nutzung.

Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes befindet sich ein großer Raum, der per flexibler Trennwände in drei Teile gliederbar und über einen Mittelflur unabhängig voneinander nutzbar ist. Ebenfalls im EG integriert sind Küche, Nebenräume und Sanitäranlagen.

Das Obergeschoss steht den Schlossschützen zur Verfügung, inklusive zehn wettkampffähiger Schießstände mit Nebenräumen, Waffenkammer, Umkleide- und Sanitärräumen.

Das Dachgeschoss mit eigenen WC’s ist für die Dorfjugend reserviert, Billardtisch, Kicker und Sitzmobiliar gehören zur Ausstattung.

Das Nebengebäude enthält einen vorschriftsmäßigen Stellplatz für das FFW-Fahrzeug sowie einen Bedarfsraum als Umkleide.

von Hans Steininger (mit freundlicher Genehmigung des Pfaffenhofener Kurier)

 

DGH Übergabe Kupferstich   

Überreichung des Kupferstich mit dem historischen Schloss Euernbach

 

 

Am Schießstand          

Im Schießstand         

 

DGH Schießstand Kurzwaffe   

 

 

 DHG Musikkapelle

Die Feierlichkeiten wurden von der Musikkapelle Scheyern musikalisch umrahmt.