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Gemeinde Scheyern  |  E-Mail: scheyern@scheyern.de  |  Online: http://www.scheyern.de

 

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Letzte Änderung:
14.11.2018

Politik und Gewerbe in Scheyern suchen gemeinsame Wege

Auf Initiative des Gewerbeverein Scheyern e.V. trafen sich Vertreter der örtlichen politischen Gruppierungen und der Gewerbetreibenden kürzlich im Gasthaus zum Hoiß.
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In angeregter Runde diskutierten (von links) der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins Scheyern e.V. Mike Jäger und Scheyerns 1. Bürgermeister Manfred Sterz mit Gewerbetreibenden und Politikern der Gemeinde.

In lockerer Runde sollte aktuelle Themen angesprochen und letztlich gemeinsame Arbeitsfelder erschlossen werden. Obgleich die Runde mit 15 Teilnehmern überschaubar war (sicherlich auch bedingt durch die Ferienzeit), führten intensive Diskussionen zu greifbaren Resultaten.

 

Der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins Scheyern e.V. Mike Jäger begrüßte vor allem 1. Bürgermeister Manfred Sterz, auch als Vertreter der Freien Wähler. Neben ihm hatten sich ebenfalls Vertreter der beiden weiteren Gruppierungen im Gemeinderat, CSU und WGS, Zeit für die Diskussionsrunde genommen. Bürgermeister Sterz stellte eingangs die gewerblichen Strukturen in der Gemeinde Scheyern vor: Rund 10 Prozent der knapp 5.000 Einwohner sind als Gewerbetreibende gemeldet, darunter fallen natürlich auch alle Betreiber von Photovoltaikanlagen, die ihren Strom einspeisen.

 

Das Gewerbesteueraufkommen von etwa 800.000 bis 900.000 Euro pro Jahr tragen 200 Unternehmen, wobei 60 Prozent auf die 15 größten Betriebe entfallen. Manfred Sterz bezeichnete die Struktur als gesund, da die Gemeinde letztlich nicht von einzelnen Großbetrieben abhängig ist.

 

Vornehmlicher Diskussionspunkt in der Runde war die Frage nach möglichen weiteren Gewerbegebieten im Gemeindebereich, vor allem für Betriebserweiterungen einheimischer Unternehmer. Allzu große Hoffnungen konnte der 1. Bürgermeister hier allerdings nicht schüren, da mögliche Flächen aufgrund der topografischen Gegebenheiten nur in sehr begrenztem Umfang vorhanden sind. Zudem sind alle Faktoren, die Scheyern als Wohnort attraktiv machen, für Gewerbeansiedlungen eher nachteilig, etwa die hügelige Landschaft oder der angenehme Abstand zu Fernverkehrsstraßen. Aktuell wird nicht an der Planung weiterer Gewebegebiete gearbeitet, obgleich vereinzelte Anfragen, vor allem für Lagerflächen, vorlägen. Gemeinderat Markus Fiederer brach in diesem Zusammenhang nochmals eine Lanze für einheimische Klein- und Mittelbetriebe.

 

CSU-Ortsvorsitzender Dieter Schwab merkte an, dass Existenz und Leistungsangebot einheimischer Gewerbetreibender den Bürgern mitunter gar nicht bekannt sind. Der Gewerbeverein tut hier allerdings schon sein Möglichstes, im vergangenen Jahr wurde eine große Gewerbemesse im Klostergarten organisiert, und in Kürze steht der 1. Gewerbetag auf dem Veranstaltungskalender.

 

Flankierende Maßnahmen zur Information der Bürger oder zur Einrichtung eines verkaufsoffenen Sonntags wurden angesprochen. Die Förderung von Naherholung und Tourismus wurde dann ebenso thematisiert wie eine intensivere Vernetzung von Mittelschule und Gewerbe für die Vermittlung von Praktikums- und Lehrstellen.

 

Hier wäre auch ein spezieller Tag der offenen Tür für angehende Azubis vorstellbar.

Politiker und Gewerbetreibende waren sich abschließend einig, dass die Runde sehr konstruktive Ergebnisse geliefert hat und keine einmalige Veranstaltung gewesen sein sollte. Gewerbevereinsvorsitzender Mike Jäger verabschiedete die Gäste mit dem Resümee „wir haben Hausaufgaben" und lud im selben Atemzug herzlich zum

1. Gewerbetag Scheyern ein, der am 10. Juni um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst auf dem Gelände der Firma Seizmeir in Mitterscheyern beginnt. Anschließend hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, verschiedene Betriebe im Gemeindegebiet zu besuchen.

 

 

 

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