Aktuelles zum Corona-Virus

Information zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle im Gemeindegebiet

Brauchtumsfeuer

 

Da in letzter Zeit gehäuft Diskrepanzen bezüglich des Verbrennens pflanzlicher Abfälle und den dazu geltenden Regularien aufgetreten sind, was unter anderem zu kostenpflichtigen Einsätzen der örtlichen Feuerwehren führte, nachfolgend die aktuell gültigen Regelungen der Gemeinde Scheyern.

 

Ein offenes Feuer ist der Gemeinde Scheyern sieben Tage vor dem Ausführungsdatum mit dem gültigen Formblatt (auch als Download auf www.scheyern.de) schriftlich anzuzeigen.

 

Keiner Anzeige oder Erlaubnis bedarf offenes Feuer (Lagerfeuer, Grillfeuer, Fackeln), das ausschließlich auf Privatgelände, oder auf dafür durch die Gemeinde ausgewiesene Grill- und Feuerstätten betrieben wird, soweit es mindestens 100 Meter von einem Wald und von leicht entzündbaren Stoffen sowie mindestens 5 Meter von Gebäuden oder Gebäudeteilen aus brennbaren Stoffen und von sonstigen brennbaren Stoffen

entfernt ist (Art. 17 Abs. 1 BayWaldG, § 4 Abs. 1 Sätze 1 und 2 VVB). Abweichende Abstände für Grillgeräte, Feuerschalen u. ä. in Herstellerangaben sind möglich.

 

Außerhalb der im Zusammenhang bebauter Ortsteile ist das Verbrennen pflanzlicher Abfälle mit vorheriger Anzeige für folgende Fälle erlaubt:

 

- Abfälle aus der Forstwirtschaft (z. B. zur Borkenkäferbekämpfung)

- Abfälle aus der Landwirtschaft und Erwerbsgartenbau

- Abfälle aus sonstigen Gärten

 

Das Verbrennen ist nur an Werktagen von 8.00 bis 18.00 Uhr erlaubt.

 

Innerhalb geschlossener Ortschaften ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen generell

verboten. Allgemeiner Grundsatz: Offenes Feuer darf im Freien nur entzündet werden, wenn für die Umgebung keine Brandgefahr entstehen kann.

 

Ein Traditions- bzw. Brauchtumsfeuer (Osterfeuer, Maifeuer und Johannisfeuer bzw. Sonnwendfeuer), mit späteren Löschzeiten, ist nur genehmigungsfähig, wenn das Feuer von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet wird und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sowie als Großfeuer angelegt ist. Werden demgegenüber pflanzliche Abfälle von Landwirten oder Gartenbesitzern privat oder im privaten Kreis verbrannt, handelt es sich nicht schon dann um ein Brauchtumsfeuer, wenn und nur weil das Verbrennen zur Osterzeit o. ä. geschieht (vgl. Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster, Beschluss vom 07.04.2004, Nr. - 21 B 727/04 -).

 

Weitere Informationen über Einschränkungen, Aufsicht, was genau verbrannt werden darf und welche sonstigen Auflagen zu beachten sind, erhalten Sie bei der Gemeindeverwaltung unter (08441) 8064-0 bzw. scheyern@scheyern.de sowie über das entsprechende Merkblatt (auch als Download auf www.scheyern.de).

 

Erfolgt keine Anmeldung und es kommt zu einem Einsatz der Feuerwehr, oder sollte es trotz der Anmeldung dennoch zu einem Einsatz der Feuerwehr kommen und sich herausstellen, dass die Verbrennung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde, werden bei der verantwortlichen Person die Gebühren für den Feuerwehreinsatz eingefordert. Die Informationspflicht über die ordnungsgemäße Durchführung obliegt nicht der Gemeindeverwaltung, sondern dem Durchführenden.

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