Informationen und Anlaufstelle für Bedürftige zum Hochwasser im Landkreis Pfaffenhofen

Hochwasser

Hochwasser-Soforthilfen – Antragsformulare für Unternehmen verfügbar

 

Die Hochwasserkatastrophe in Bayern hat große Schäden verursacht. Der bayerische Ministerrat hat deshalb Soforthilfen für unmittelbar durch das Hochwasser geschädigte gewerbliche Unternehmen, Angehörige Freier Berufe, gewerbliche Träger wirtschaftsnaher Infrastruktur, Privathaushalte sowie land- und forstwirtschaftliche in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro beschlossen.

 

 

Richtlinie und Antragsformulare jetzt verfügbar

Die Richtlinie und die Anträge für die Beantragung der Soforthilfen sind ab sofort verfügbar. Sie finden die Richtlinie und das Antragsformular beim Wirtschaftsministerium unter folgendem Link:

https://www.stmwi.bayern.de/foerderungen/hochwasser-soforthilfen/

Zusätzlich nachstehend der Direkt-Link zum aktuellen Antragsformular sowie im Anhang dieser Mail die Richtlinie als pdf:

https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Foerderungen/Naturkatastrophen/20240614_Antrag_Soforthilfeprogramm_Hochwasser.pdf (Antrag)

 

Die Bearbeitung der Anträge für Betriebsstätten in Oberbayern erfolgt durch die Regierung von Oberbayern. Schicken Sie die unterschriebenen Anträge sowie Anfragen dazu an hochwasser@reg-ob.bayern.de . Zusätzlich können Sie sich von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr an die Hotline der Regierung von Oberbayern unter der Nummer 089/2176-1130 wenden. Auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie biete eine Hotline für Rückfragen aus den Bereichen der Nothilfen für die gewerbliche Wirtschaft, für Fragen aus dem Versicherungsbereich sowie zur Stromversorgung stehen Ansprechpartner unter der Rufnummer 089/2162-0 zur Verfügung.

 

 

Sachverständigen hinzuziehen

Bitte denken Sie daran, dass die entstandenen Schäden von einem anerkannten unabhängigen Sachverständigen oder von einem Versicherungsunternehmen schätzen zu lassen. Einen geeigneten Gutachter finden Sie bei Ihrer Versicherung oder z.B. auf der Internetseite der IHK für München und Oberbayern, die dort ein Sachverständigenverzeichnis anbietet (IHK-Sachverständigenverzeichnisse: https://www.ihk-muenchen.de/hochwasser/).

 

 

Höhe der Soforthilfe

Soforthilfen für die Behebung von Schäden mit dem Ziel der Erhaltung der Betriebe und der Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit werden ab 5.000 Euro gewährt und sind auf maximal 200.000 Euro begrenzt. Bezüglich des Umfangs der Soforthilfe wird zwischen nicht versicherbaren, versicherbaren und versicherten Schäden unterschieden:

  • Bei nicht versicherbaren Schäden wird eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 50 Prozent der erstattungsfähigen Ausgaben gewährt.
  • Bei versicherbaren und versicherten Schäden wird eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 25 Prozent der erstattungsfähigen Ausgaben gewährt.

 

Weitere Hilfen

  • Finanzierungshilfen der LfA Förderbank Bayern
    • Flankierend zum Soforthilfeprogramm des Bayerischen Wirtschaftsministeriums unterstützt die LfA Förderbank Bayern hochwassergeschädigte kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige Freier Berufe in Bayern. Die Hilfe erfolgt im Rahmen des an die aktuelle Situation angepassten Gründungs- und Wachstumskredits. Förderfähig sind Investitionen (u.a. Ersatzinvestitionen) und Betriebsmittel bis zu einer Höhe von 10 Mio. Euro. In Anbetracht der außergewöhnlichen Umstände werden im Einzelfall zudem Ausnahmen von der Vorbeginnklausel zugelassen. Bei Vorliegen von triftigen Gründen können also Vorhaben, mit denen zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Hausbank bereits begonnen worden ist, im Gründungs- und Wachstumskredit berücksichtigt werden. Der Gründungs- und Wachstumskredit wird über die Hausbank beantragt. Die Hausbank muss also bereit sein, das Vorhaben zu begleiten sowie sich am Risiko zu beteiligen.
    • Darüber hinaus stehen den Betrieben die weiteren Förderangebote der LfA zur Verfügung. Mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis einschließlich 500 Mio. Euro können zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln auf den Universalkredit der LfA zurückgreifen.
    • Die LfA bietet eine kostenfreie Förderberatung, die umfassend und individuell über ihr Unterstützungsinstrumentarium informiert. Unternehmen, die durch das Schadensereignis in eine schwerwiegende finanzielle Krisensituation geraten sind, können sich zudem kostenfrei an die LfA Task Force wenden. Die Task Force berät Unternehmen im Rahmen des staatlichen Förderauftrags zu Wegen aus der finanziellen Schieflage. 

 

  • Härtefonds bei drohender Existenzgefährdung
    • Auch Gewerbebetriebe, Privathaushalte, Freiberufler, Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, die durch die genannten Ereignisse in eine existenzielle Notlage gekommen sind, werden unterstützt. Ihnen stehen bereits jetzt bei drohender Existenzgefährdung ebenfalls Zuschüsse aus dem Härtefonds zur Verfügung (Hilfeleistungen je nach finanzieller Leistungskraft der Geschädigten bis maximal 100 Prozent; keine Überkompensation, Versicherungsleistungen werden angerechnet). Gewerbliche Unternehmen und Freiberufler können Anträge bei den zuständigen Bezirksregierungen stellen. Bei Unternehmen und Freiberuflern ist auch hier zwingend ein Sachverständiger einzubinden. Schäden sollten dokumentiert werden.

 

  • Steuerliche Erleichterungen:
    • Zusätzlich zu den direkten finanziellen Hilfen greifen verschiedene steuerliche Maßnahmen für Unternehmen. So können beispielsweise im Einzelfall Steuern gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben und Steuervorauszahlungen angepasst werden. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Finanzamt.

 

 

 

Hochwasser Juni 2024 – Hinweise zum Umgang mit Ölverunreinigungen

Infolge des Hochwassers im Landkreis Pfaffenhofen vor wenigen Wochen kam es in den betroffenen Gemeinden stellenweise zu Oberbodenverunreinigungen durch ausgelaufenes Heizöl und/oder Diesel. Das Landratsamt Pfaffenhofen informiert daher über das weitere Vorgehen beim Umgang mit mineralölkohlenwasserstoffverunreinigten (MKW-verunreinigten) Böden.

Vergangene Hochwasserereignisse wurden zum Anlass genommen, verschiedene Untersuchungskampagnen zu diesem Thema durchzuführen. So liegen insbesondere aus den Jahren 1999 und 2013 fundierte fachliche Studien vor, in denen besonders vom Hochwasser betroffene Flächen einem engmaschigen Monitoring unterzogen und die Ergebnisse von den jeweiligen Fachstellen bewertet wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchungen werden im Folgenden kurz zusammengefasst. Die vollständigen Berichte können auf der Homepage des Landkreises (Startseite – Hochwasser 2024) eingesehen werden. Zudem ist dort eine Linksammlung zu verschiedenen Internetseiten mit wertvollen Informationen rund um das Thema Umgang mit der Hochwassersituation hinterlegt.

Sämtliche durchgeführte Untersuchungen kamen zu dem Fazit, dass sich selbst hohe MKW-Belastungen in Boden und Sediment ohne weiteres Zutun innerhalb weniger Wochen durch natürliche mikrobiologische Prozesse deutlich reduzieren.

Es ist daher zu erwarten, dass bis zum Herbst sämtliche Rückstände vollständig abgebaut sind. Dauerhafte Nutzungseinschränkungen werden durch die Ölverunreinigungen somit nicht verursacht.

Durch gezielte Maßnahmen zur Belebung der biologischen Aktivität (Pflügen, Umgraben, Vertikutieren) kann die Abbauleistung der natürlich vorhandenen Mikroorganismen zusätzlich erhöht werden.

So empfiehlt es sich, bei Rasenflächen den Rasen zu durchlüften (vertikutieren) und ggf. neu anzusäen und einzelne Bereiche sowie Beete in regelmäßigen Abständen - etwa alle 2 bis 3 Wochen – 5 bis 10 cm tief umzugraben, um für eine ausreichende Luftzufuhr zu sorgen. Zur Beschleunigung des Abbaus von Mineralöl können auch Hilfsstoffe (z.B. Biocrack) eingesetzt werden.

Abtragung und Entsorgungen sind hingegen in der Regel nur dann notwendig, wenn eine massive, tiefergehende Ölverschmutzung vorliegt oder empfindliche Schutzgüter betroffen sein können, wie z. B. bei sensibler Nutzung.

Rasenflächen, die primär Kindern zum Spielen dienen, sowie ähnlich sensible Bereiche sollten, sofern sie nur gering kontaminiert sind (die Ölverschmutzung ist oft in der obersten Schicht bis in 3 cm Tiefe konzentriert), bis auf 20 cm umgestochen und ggf. neu angesät werden.

Bei starken Verschmutzungen mit Mineralölen sollte die visuell erkennbare hochbelastete (schwarze) Schicht möglichst schnell im Rahmen der Möglichkeiten abgetragen werden.

Für Sandkästen gilt: Sichtbar verunreinigter und nach Öl riechender Sand muss ausgetauscht werden.

Bestenfalls sollte insbesondere an Gewässern temporär auf eine Mähung verzichtet werden, da es umweltverträglicher ist, das Ökosystem nicht weiter zu stören.

Sollte im Einzelfall eine Mähung zwingend erforderlich sein, kann belastetes Mähgut/Rasenschnitt aus dem Gemeindegebiet Baar-Ebenhausen an der Grüngutsammelstelle Baar-Ebenhausen angeliefert werden.

 

 

Unterstützung von Hochwassergeschädigten – erste Soforthilfen wurden ausbezahlt

 Zur Unterstützung von Hochwassergeschädigten hat das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat Soforthilfen und Notstandsbeihilfen zur Verfügung gestellt. Die Mittel wurden vom Ministerium freigegeben und ein erster Teilbetrag an das Landratsamt Pfaffenhofen überwiesen. „Es freut mich, dass Ministerpräsident Dr. Markus Söder damit seine Zusage, die er vergangene Woche beim Besuch während der Hochwasserkatastrophe in Reichertshofen gemacht hat, eingehalten hat“, so Landrat Alber Gürtner.

Die Förderprogramme gelten für:

- Soforthilfen Haushalt/Hausrat bis zu 5.000 Euro

- Soforthilfe Ölschäden an Gebäuden bis zu 10.000 Euro

- Notstandsbeihilfen aus dem Härtefonds Finanzhilfen

Rund 400 Anträge auf Soforthilfen für Haushalt/Hausrat und Ölschäden sowie 40 Anträge auf Notstandsbeihilfe liegen dem Landratsamt bereits vor.

Davon wurden heute 50 Anträge für Soforthilfen für Haushalt/Hausrat bearbeitet und die Zahlungen angewiesen.

„Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen, um die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe zu lindern und die Not der Betroffenen zu mildern“, so Landrat Albert Gürtner.
Die Antragsformulare sind auf der Homepage des Landkreises Pfaffenhofen (www.landkreis-pfaffenhofen.de) freigeschaltet. Zudem sind dort weitere wichtige Infos zu finden.
Für Rückfragen gibt es für Bürgerinnen und Bürger eine Hotline: Unter Tel. 08441 27-4575 und 27-4576 stehen die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung

 

 

Gesundheitsamt Pfaffenhofen: Für fast alle Badegewässer Landkreis kann Badeverbot aufgehoben werden

 Das allgemeine Badeverbot kann an den Badegewässern im Landkreis aufgehoben werden. Nur am Biendlweiher gilt das Badeverbot vorerst weiter.

Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen der EU- Badegewässer im Landkreis Pfaffenhofen (Heideweiher, Ebenhausener Weiher, Niederstimmer Weiher) sowie vier weiterer repräsentativer Badestellen des Landkreises Pfaffenhofen – hier Baarer Weiher, Oberstimmer See, Lorenzisee und Biendlweiher - liegen nun vor. Einzig die EU-Badestelle am Kreisweiher im Feilenmoos konnte aufgrund nach wie vor bestehender Überflutung nicht beprobt werden.

Vor-Ort–Betrachtungen der Gewässer durch das Gesundheitsamt Pfaffenhofen ergaben zum Zeitpunkt der Probenahme keine Besorgnis hinsichtlich Verunreinigungen mit Mineralölen. Nach Rücksprache mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen seien Untersuchungen hinsichtlich eventuell eingespülter chemischer Stoffe, von z. B. angrenzenden Feldern, auch in stehenden Gewässern nicht notwendig, da eine Aufnahme der Stoffe über die Haut oder oral durch Verschlucken kleinster Mengen beim Schwimmen aufgrund des Verdünnungseffektes nicht relevant sei.

Es können lediglich die vermehrten Nährstoffeinträge zu Trübungen oder auch einer vermehrten Blaualgenblüte führen. Hier muss man der Natur die Zeit geben, die Wiederherstellung der Wasserqualität eigenständig zu regulieren.

Aufgrund dieser vorgenommenen Gesamtbeurteilung der Gewässer und der gemessenen Werte muss das Badeverbot einzig am Biendlweiher aufgrund einzelner erhöhter Werte bestehen bleiben. Bei Untersuchungen im Rahmen eines Badeverbotes gelten strengere Grenzwerte als während der Routineuntersuchungen.

Für den Biendlweiher folgen daher Nachuntersuchungen. Diese sollten immer in einem ausreichenden Abstand erfolgen, um den Gewässern die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren. Die Nachuntersuchung des Biendlweihers ist daher für Kalenderwoche 26 geplant. Die Probenahme am Kreisweiher im Feilenmoos wird im Rahmen der regulären Untersuchungen der EU-Badegewässer am 18. Juni erneut versucht.

Am Ebenhausener Weiher wurden im Kinderbadebereich vereinzelt Cyanobakterien („Blaualgen“) nachgewiesen. Die restlichen Untersuchungswerte erlauben, ebenso wie an den übrigen Badegewässern, die Aufhebung des allgemeinen Badeverbotes, das im Rahmen des Hochwasser- und Starkregenereignisses präventiv ausgesprochen wurde.

Das Gesundheitsamt Pfaffenhofen appelliert dennoch an die Eigenverantwortlichkeit der Badegäste, auf das Baden zu verzichten, wenn man beispielsweise aufgrund von trübem Wasser, bis zu den Knien im Wasser stehend, die Füße nicht mehr sehen kann oder grüne/blaugrüne Algen-Teppiche im Wasser schwimmen. „Bitte beachten Sie stets auch aufgestellte Hinweisschilder im Uferbereich. Nach dem Baden sollten Sie möglichst duschen bzw. sich danach gründlich abtrocknen und in jedem Fall die Badebekleidung wechseln“, so das Gesundheitsamt.

Zu bedenken sei auch, dass es sich hier um natürliche Badegewässer handle, die, anders als Schwimmbäder oder Naturbadeteiche, keiner Wasseraufbereitung zugeführt werden und sich eigendynamisch, je Wetter- und Umgebungsbedingungen, verhalten. Bei Unsicherheiten oder Auffälligkeiten an den Badegewässern, darf gerne das Gesundheitsamt Pfaffenhofen kontaktiert werden.

 

 

Betroffen vom Hochwasser - Was tun bei defekter Heizung?

Hausbesitzer, deren Heizungsanlage aufgrund des Hochwassers plötzlich defekt ist und nun möglichst schnell erneuert werden muss, stehen unverhofft vor der Frage, wie es jetzt weitergeht und müssen kurzfristig weitreichende Entscheidungen treffen.

Um betroffene Bürgerinnen und Bürger in dieser Situation zu unterstützen und eine erste Orientierung zu geben, bietet das Landratsamt Pfaffenhofen über die Fachstelle Energie und Klimaschutz und die Volkshochschule des Landratsamts Pfaffenhofen kommende Woche einen kostenlosen Informationsabend an mehreren Veranstaltungsorten im Landkreis an.

Hans Seitz, Berater im Rahmen der Energiesprechstunde des Landratsamtes Pfaffenhofen, wird in seinem Vortrag erläutern, welche Optionen an Heizsystemen grundsätzlich bestehen und aufzeigen, mit welchen Schritten geprüft wird, ob eine hybride Lösung oder eine alleinige Anlage zur Verwendung erneuerbarer Energien infrage kommen könnte. Welche staatlichen Hilfen (Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude, BEG) Betroffene bei der Erneuerung der Heizung erhalten können und welche Antragswege aktuell zu beachten sind, ist auch für Heizungsbetriebe interessant, damit gemeinsam mit dem Auftraggeber das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann. Zusätzlich werden noch Tipps zur schnellstmöglichen Trocknung von Kellern und Wänden erläutert.

Die Veranstaltung beginnt jeweils um 18.30 Uhr: Am Montag, 17.Juni im Landratsamt Pfaffenhofen (Großer Sitzungssaal), am Dienstag, 18. Juni in Manching (Bürgerhaus) und am Mittwoch, 19. Juni in Reichertshofen (Grund- und Mittelschule). Aus Gründen der Planbarkeit wird um eine Anmeldung bei der Volkshochschule (www.vhs.landkreis-pfaffenhofen.de, telefonisch unter 08441 27-4000) gebeten, die Teilnahme ist aber auch kurzfristig ohne Anmeldung möglich.

Zusätzlich sind noch Termine in der regulären Energiesprechstunde des Landratsamts am 17. und 24. Juni in Pfaffenhofen frei, im Zuge derer Interessierte von Energieberatern neutral zum Thema Heizung und energetische Sanierung beraten werden. Ansprechpartner sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle für Energie und Klimaschutz, erreichbar unter Tel. 08441 27-3188 oder unter klimaschutz@landratsamt-paf.de.

Zudem weist die Fachstelle Energie und Klimaschutz auf das umfangreiche Angebot des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. hin, welches unter anderem die telefonische Beratung durch Energieberater, Onlinetermine und Vor-Ort-Beratungen umfasst. Für Flutopfer entfällt bei letzterer der übliche Eigenanteil von 30 €, daher ist das komplette Angebot für Betroffene kostenlos. Nähere Informationen und Terminvereinbarung sind unter der kostenlosen Hotline 0800 - 809 802 400 und unter www.verbraucherservice-bayern.de/themen/energie/energieberatung erhältlich.

 

 

Bitte an die Bevölkerung – Mithilfe zur Bewältigung der anfallenden Müllmengen

Aufgrund des Hochwassers sind die Sperr- bzw. Restmüllmengen so stark angestiegen, dass die Aufnahmekapazität der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Ingolstadt stark reduziert ist.

Um das Problem zu entschärfen, bittet der Landrat alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe im Landkreis, die nicht vom Hochwasser betroffen sind, möglichst auf die Abfuhr des Restmülls zu verzichten und auch die Abgabe von Sperrmüll an den Wertstoffhöfen zu vermeiden.

Damit kann zu einer dringend notwendigen Entspannung der Lage beigetragen werden und notwendige Kapazitäten bei der Müllentsorgung geschaffen werden.

„Ich bitte um die erneute Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger zur Bewältigung dieser Situation. Sie haben in den letzten Tagen bereits einen überwältigenden Zusammenhalt gezeigt, wofür ich Ihnen unbeschreiblich dankbar bin. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch diese Herausforderung zusammen meistern werden“, so Landrat Albert Gürtner.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe.

 

Betreuungsangebot der Psychosozialen Notfallversorgung (KID) des BRK Pfaffenhofen

Die Psychosoziale Notfallversorgung (KID) des Kreisverbandes Pfaffenhofen a.d.Ilm des Bayerischen Roten Kreuzes bietet in Kooperation mit der Notfallseelsorge in den von dem Hochwasser besonders betroffenen Gemeinden in den nächsten Tagen Gespräche an.

Das Team der KID übernimmt die Betreuung von körperlich unversehrten Menschen, die nach einem Notfallereignis unter starken seelischen Belastungen leiden oder unter akutem psychischen Schock stehen.

Die Psychosoziale Notfallversorgung ist an folgenden Terminen in den Gemeinden vor Ort:

- Samstag, 8. Juni 2024: Reichertshofen mit Gotteshofen und Wolnhofen, Pfaffenhofen, Irsching

- Sonntag, 9. Juni 2024: Baar-Ebenhausen (Schwerpunkt Baar), Manching mit Pichl und Lindach

- Montag, 10. Juni 2024: Baar-Ebenhausen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ab 9 Uhr in den betroffenen Straßenzügen unterwegs sein und stehen dabei gerne für Gespräche zur Verfügung.

Zudem besteht an den oben genannten Tagen in der Jahnstraße 3 in Baar-Ebenhausen die Möglichkeit das Betreuungsangebot in Anspruch zu nehmen.

 

 

Arbeiten zur Separation von Öl und Wasser – Hinweis zu evtl. Geruchsbelästigungen

Bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe sind u.a. zahlreiche Heizöltanks ausgelaufen. Das ausgelaufene Öl hat sich mit dem Oberflächenwasser vermischt. Um Gefährdungen für Mensch und Tier sowie die Umwelt durch dieses Öl-Wasser-Gemisch so weit als möglich zu vermindern, werden derzeit in der Fa. BAYERNOIL in Neustadt Arbeiten durchgeführt, die der Separation von Öl und Wasser dienen.

Diese Arbeiten führen in der Umgebung der Raffinerie zu Geruchsbelästigungen. Da Öl über die Nase bereits in einer sehr geringen Konzentration (1 ppm, d.h. in einem Verhältnis von 1 : 1.000.000) wahrgenommen wird, kann diese Belästigung als erheblich empfunden werden.

Personen, die sensibel auf Gerüche reagieren, wird empfohlen im Bedarfsfall die Umgebung zu meiden bzw. Fenster geschlossen zu halten.

Gesundheitliche Schäden sind hierdurch jedoch nicht zu befürchten.

Das Landratsamt bittet um Verständnis für die notwendigen Arbeiten.

 

 

Soforthilfen und Notstandsbeihilfen

Zur Unterstützung der Hochwassergeschädigten hat das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat Soforthilfen und Notstandsbeihilfen zur Verfügung gestellt. Die Verteilung der Gelder an Privatpersonen erfolgt dabei über die Landratsämter. Gewerbliche Unternehmen und freie Berufe können entsprechende Anträge bei der Regierung von Oberbayern stellen (hochwasser@reg-ob.bayern.de).

Ausgezahlt werden:

  • Soforthilfe Haushalt/Hausrat bis zu 5.000 Euro
  • Soforthilfe Ölschäden an Gebäuden bis zu 10.000 Euro
  • Notstandsbeihilfen aus dem Härtefonds Finanzhilfen

Auf der Homepage des Landkreises Pfaffenhofen (www.landkreis-pfaffenhofen.de) sind ab Freitag, 7. Juni die erforderlichen Antragsformulare freigeschaltet. Zudem sind dort weitere wichtige Infos zu finden.

Die ausgefüllten und eingescannten Anträge sind dann - je nach Antragsart - an eine der folgenden E-Mail-Adressen zu senden: soforthilfen@landratsamt-paf.de oder haertefonds@landratsamt-paf.de

Bei den Gemeindeverwaltungen im Landkreis können die Anträge ebenfalls abgeholt und dann wieder abgegeben werden.

Für Rückfragen gibt es für Bürgerinnen und Bürger ab Freitag, 7. Juni eine Hotline: Unter Tel. 08441 27-4575 und 27-4576 stehen die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung. Besetzt ist die Hotline zu folgenden Zeiten:

Mo – Do 8 – 12 Uhr und 13 – 17 Uhr

Fr 8 – 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr

Sa/So 10 – 12 und 13 – 15 Uhr

 

 

Ärztliche Versorgung im Hochwassergebiet

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns teilt zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung und zur Unterstützung der Evakuierungseinrichtungen folgendes mit: 

Patienten, denen aufgrund des Hochwassers aktuell kein Besuch in der eigenen Hausarztpraxis möglich ist, können sich bis einschließlich Freitag, 7. Juni auch ganztägig an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) unter Telefon 116117 (ohne Vorwahl – kostenfrei) wenden.

 

 

Spendenmöglichkeit für die Opfer der Hochwasserkatastrophe im Landkreis Pfaffenhofen

Das Landratsamt erreichen zunehmend Spendenangebote für die von der Hochwasserkatastrophe betroffene Bevölkerung aus dem Landkreis Pfaffenhofen. „Die Spendenbereitschaft und Solidarität ist ein großartiges Zeichen. Vielen Dank dafür“, so Landrat Albert Gürtner.

Mit dem Verein Familien in Not e.V. Pfaffenhofen konnte vereinbart werden, dass dieser im Landkreis Pfaffenhofen zentral die Annahme von Hochwasser-Geldspenden abwickelt. Spenden sind mit dem Verwendungszweck „Hochwasser“ zu versehen und auf das Konto des Vereins Familien in Not (IBAN: DE48 7215 1650 0000 0034 00) bei der Sparkasse Pfaffenhofen zu überweisen.

Außerdem nimmt der Verein Anträge von hochwassergeschädigten Menschen aus dem Landkreis entgegen und veranlasst finanzielle Hilfen entsprechend der Bedürftigkeit und den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Bedürftige aus dem Landkreis finden unter www.familien-in-not-pfaffenhofen.de alle Informationen zur Beantragung einer Hilfe aus dem Spendentopf. Familien in Not hilft seit 1990 Menschen im Landkreis Pfaffenhofen, die durch Krankheiten, Unfälle oder andere unglückliche Umstände und Schicksalsschläge in finanzielle Probleme geraten sind.
Im Hinblick auf Sachspenden teilt das Landratsamt mit, dass diesbezüglich eine zentrale Organisation aus logistischen Gründen leider nicht möglich ist.
Tragisch ist der Fall des im Landkreis Pfaffenhofen beim Hochwassereinsatz ums Leben gekommenen Feuerwehrkameraden. Das aktive Mitglied der Feuerwehr Ehrenberg-Pfaffenhofen wurde beim Versuch, mittels Boot Personen aus einem überfluteten Haus zu retten, tödlich verletzt. Wer gezielt die Familie des Verstorbenen unterstützen möchte, kann zweckgebunden auf ein Sonderkonto des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (IBAN: DE34 7002 0270 0039 6095 76) bei der HypoVereinsbank München spenden. Als Verwendungszweck ist „Todesfall Ehrenberg-Pfaffenhofen“ anzugeben.

 

 

Infos bezüglich Sperrmüll und Abholung von Siedlungsabfällen

Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Pfaffenhofen (AWP) mitteilt, haben aufgrund des Hochwassers und des damit anfallenden Mülls folgende Wertstoffhöfe in dieser und in der nächsten Woche an den Nachmittagen jeweils eine Stunde früher geöffnet:

  • Gerolsbach: Montag und Freitag 15 -18 Uhr, Mi 10 - 12 Uhr, Sa 9 - 12 Uhr
  • Pfaffenhofen, Martin-Binder-Ring 4: Mo 16 - 20 Uhr, Di 9 -12 Uhr, Do 16 - 20 Uhr, Fr 13 - 18, Sa 9 - 14 Uhr
  • Pfaffenhofen, Joseph-Fraunhofer-Str. 62: Mo 16 - 20 Uhr, Mi 16 - 20, Do 9 – 12, Fr 14 – 18, Sa 9 - 14
  • Hohenwart: Mo 16 - 19 Uhr, Mi 9 - 10 und 16 – 19 Uhr, Fr 15 - 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Alle anderen Wertstoffhöfe haben zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Zu beachten ist, dass Elektrogeräte nicht über die Sperrmüllfahrzeuge entsorgt werden können. Diese müssen gesondert und ohne Inhalt am Wertstoffhof abgegeben werden.

Auch in den nächsten Tagen ist in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten mit einer nur eingeschränkten Müllabfuhr zu rechnen.

Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich zu den üblichen Öffnungszeiten bitte direkt an den AWP unter Telefon 08441 787950.

 

 

Entsorgung von Sperrmüll von der vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Annahmeangeboten werden Sperrmüllabholungen ab morgigen Mittwoch, 5. Juni.2024 mit Pressfahrzeugen in den folgenden Gebieten nach Abstimmung mit der jeweiligen Gemeindeverwaltung durchgeführt.

 

Mittwoch, 5. Juni 2024

Pfaffenhofen a.d.Ilm, Gebiet um Dr.-Bergmeister-Straße, Rot-Kreuz-Straße, Kapellenweg bzw. Gabis und Georg-Hipp-Straße sowie Teile von Sulzbach entlang der Hohenwarter Straße und die Ilmsiedlung in Affalterbach-Uttenhofen

Markt Hohenwart, Gebiet Marktmühlstraße, Neuburgerstraße, Nagelschmiedstraße, Kirchstraße

Donnerstag, 6. Juni 2024

Straßenzüge in den Gemeinden Baar-Ebenhausen, Manching und Reichertshofen (weitere Informationen zu den einzelnen Straßenzügen folgen)

Bürgerinnen und Bürger können sich noch an die o. g. Gemeindeverwaltungen wenden, um bei der Sperrmüllabholung berücksichtigt zu werden. Sofern noch freie Kapazitäten verfügbar sind, werden diese bei der Abholung an den genannten Terminen noch berücksichtigt.

Die Eingabe von Elektrogeräten (u. a. Kühl- und Gefriergeräte) kann nicht über die Pressfahrzeuge erfolgen.

 

Deponie Eberstetten

Die Deponie ist ab jetzt von Montag bis Freitag von 8:00 – 17:00 Uhr für Sperrmüllanlieferungen ohne Terminvergabe für Privatpersonen geöffnet.

 

Annahme von Abfällen aus Hochwassergebieten in den nördlichen Landkreisgemeinden

Der Wertstoffhof Süd in Ingolstadt hat von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Die Adresse lautet: Wertstoffhof Süd, Am Hochfeld 10 in 85051 Ingolstadt.

Die Wertstoffhöfe in den Gemeinden Baar-Ebenhausen und Reichertshofen haben in dieser Woche (KW 23) zusätzlich zu folgenden Zeiten geöffnet:

Wertstoffhof Baar-Ebenhausen:
Mittwoch 16:00 – 19:00 Uhr
Donnerstag, 16:00 – 19:00 Uhr

Reichertshofen:
Mittwoch 15:00 – 19:00 Uhr
Freitag 15:00 – 19:00 Uhr